Organisiert habe ich den Aufenthalt gemeinsam mit der Agentur Linguista Sprachaufenthalte. Mein Ziel war es, mein Englisch zu verbessern, beim Sprechen sicherer und fliessender zu werden, und vor allem wie ein Native Speaker ohne Akzent zu sprechen.
Für Montreal habe ich mich schnell entschieden. Ich war bereits zweimal in Kanada und wusste deshalb schon, dass mir das Land sehr gut gefällt. Dieses Mal reiste ich zum ersten Mal allein für einen längeren Zeitraum nach Kanada.
Kapitelübersicht
1.Sprachschule EC Montreal
Während meines Aufenthalts besuchte ich die EC Montreal mitten in Downtown. Mein Kurs fand von Montag bis Freitag jeweils von 09:00 bis 12:15 Uhr statt.
Die Klassen bestanden meistens aus etwa 10 bis 20 Personen und waren international zusammengesetzt. Besonders viele Mitschüler kamen aus Lateinamerika, beispielsweise aus Kolumbien, Ecuador, Peru, Brasilien und Mexiko. Dadurch konnte ich nicht nur mein Englisch verbessern, sondern auch viele neue Menschen und Kulturen kennenlernen.
Der Unterricht war abwechslungsreich und die Lehrer waren freundlich und unterstützend. Mein persönliches Ziel war es, mich auf Englisch so sicher zu fühlen, dass ich problemlos mit Kanadiern und Amerikanern sprechen kann. Nach den vier Wochen habe ich nun deutlich mehr Sicherheit beim Sprechen und in der Grammatik und kann mich fliessend verständigen.
Neben dem Unterricht wurden täglich verschiedene Aktivitäten angeboten. Diese reichten von Tanzkursen bis zu organisierten Wochenendausflügen nach Ottawa, Québec City, Toronto oder sogar New York.
2.Meine Unterkunft
Während der vier Wochen wohnte ich bei einer Gastfamilie in der Nähe der Metrostation Charlevoix. Die Unterkunft war nur eine überschaubare Strecke von der Schule entfernt.
Ich wohnte allein bei der 2-köpfigen Gastfamilie und hatte dadurch auch im Alltag viele Möglichkeiten, Englisch zu sprechen. Das Zusammenleben war angenehm und ich konnte meinen Alltag selbstständig organisieren.
3.Montreal und meine Ausflüge
Montreal hat mir besonders gut gefallen. Die Stadt ist deutlich grösser als die meisten Schweizer Städte und es ist viel mehr los. Besonders gefallen haben mir die grossen Gebäude, die langen Autobahnen und allgemein das Stadtbild.
Da ich mich in Montreal bereits gut auskenne, konnte ich meine Nachmittage nach dem Unterricht nutzen, um verschiedene Orte zu besuchen. An den Wochenenden unternahm ich grössere Ausflüge. Unter anderem war ich in Ottawa, Québec City, Cornwall und Toronto. Für diese Ausflüge mietete ich jeweils ein Auto.
Mein persönliches Highlight war der Wochenendtrip nach Toronto. Ich fuhr am Freitagabend über den Highway 401 nach Toronto und kam am Sonntagnachmittag zurück. Auf dem Rückweg machte ich noch einen Zwischenstopp in Ottawa. Toronto hat mir sehr gut gefallen und auch die Fahrt dorthin war für mich ein besonderes Erlebnis.
Ein weiteres Erlebnis, das ich nicht vergessen werde, war das WM-Fussballspiel Schweiz gegen Kolumbien. Ich schaute das Spiel mit einer Schweizer Klassenkameradin in einer Sportsbar. Dort waren ungefähr 200 Personen, davon fast alle Kolumbien-Fans. Die Stimmung war unglaublich laut und nach dem verlorenen Penaltyschiessen wurde es plötzlich komplett still. Als Schweizer konnte ich in diesem Moment trotzdem jubeln.
Auch kulinarisch konnte ich einiges ausprobieren. Meine Favoriten waren Poutine und BeaverTails. Poutine sind Pommes frites mit Käse und Bratensauce, während BeaverTails süsse, frittierte Teigfladen mit verschiedenen Toppings sind. Auch die Hotdogs von Costco haben mir sehr gut geschmeckt. Allgemein waren die Portionen in Kanada deutlich grösser als in der Schweiz.
4.Mein Rückblick
Die vier Wochen in Montreal vergingen wie im Flug. Da ich zum ersten Mal allein für längere Zeit unterwegs war, konnte ich vor allem meine Selbstständigkeit und meine Sicherheit im Umgang mit anderen Menschen verbessern. Gleichzeitig habe ich viele neue Freunde aus verschiedenen Ländern kennengelernt.
Die Rückreise war dann noch etwas stressig: Wegen einer grossen Verkehrsverspätung kam ich spät am Flughafen Montreal an. Ich habe meinen Flug nur knapp erwischt – dank Gottes Gnade hat aber am Ende alles funktioniert.





