Sprachaufenthalt in Malta

In den Sommerferien erhielt ich als Lernender Applikationsentwicklung die Möglichkeit einen vierwöchigen Sprachaufenthalt zu absolvieren. Ich konnte während dieser Zeit eine Menge erleben und neue Kontakte mit Menschen aus aller Welt knüpfen.

Von meinem Lehrbetrieb AS infotrack und meiner Berufsfachschule BBB Baden wurde mir ein Sprachaufenthalt empfohlen, da gute Englischkenntnisse im Berufsalltag unabdingbar sind. Diese Chance wollte ich natürlich nutzen und ich habe mich dazu entschieden, vier Wochen in Malta zu verbringen und eine Sprachschule zu besuchen.

Meine Entscheidung fiel auf Malta, da ich nicht zu weit weg wollte und es in Europa nicht sonderlich viele Englisch-sprachige Möglichkeiten gibt. Ich habe mich schlussendlich für das warme Wetter und das schöne Meer entschieden.



1.Schule

Den Sprachaufenthalt habe ich über die EF Sprachschule gebucht. EF bietet Sprachreisen als Komplettpaket mit Unterkunft, Schule, Verpflegung, Freizeitaktivitäten, usw. an. In der Schule gibt es drei verschiedene Kursarten, welche sich vor allem in der Anzahl Lektionen unterscheiden. Ich habe mich für den Hauptkurs entschieden, bei welchem man mit 26 Lektionen à 40 Minuten pro Woche die mittlere Anzahl Lektionen hat – mehr als im Sommerkurs, aber weniger als im Intensivkurs.

Beim Unterricht wird man in eine Klasse seines Sprach-Levels, welches über einen Einstufungstest ermittelt wurde, eingeteilt. In diesem Level besucht man dann den Unterricht, kann aber auf Wunsch auf- und absteigen. Ich habe während des gesamten Aufenthalts den C1-Unterricht besucht. Am Schluss gab es eine Abschlussprüfung, bei welcher man dann sein endgültiges Level erfahren konnte. Ich konnte das Ergebnis C2 erreichen, welches das höchste ist.

Wenn man den Hauptkurs wählte, hatte man zusätzlich zum normalen Unterricht noch Freifächer. Dafür konnte man aus verschiedenen auswählen. Ich hätte gerne den Business-Englisch-Kurs besucht, da es den grössten Mehrwert für mich gehabt hätte. Leider war dieser sehr beliebt und bereits ausgebucht. Ich habe mich daher für den Kurs entschieden, in dem man Redewendungen, Sprichwörter und Slang erlernt, um mehr wie ein Muttersprachler zu klingen. Dies hat auch einen grossen Nutzen gebracht und war sehr spannend. Ich konnte bereits feststellen, wie mich dieses Freifach weiterbrachte.

Der Besuch der Schule hat mir immer grossen Spass gemacht. Es war eine tolle Atmosphäre und einen guten Umgang, sowohl mit Mitschülern als auch den Lehrpersonen. Ausserdem war die Schule der perfekte Ort, um neue Leute aus aller Welt kennenzulernen.

2.Unterkunft

Eigentlich hatte ich die EF Residence gebucht, was im Grunde eine Studentenunterkunft von EF ist. In der ersten Woche stand diese Unterkunft allerdings noch nicht zur Verfügung, weshalb ich zu Beginn bei einer Gastfamilie gelebt habe. Dort habe ich das Zimmer mit einem anderen Schweizer geteilt. Ich fühlte mich in der Familie sehr wohl und es war spannend die Kultur der Einheimischen mitzuerleben. Besonders das maltesische Essen hat mir sehr geschmeckt. Ich lebte in einem Haus etwas ausserhalb von St. Julians und mein Schulweg von etwa 20 Minuten zu Fuss führte mit einer atemberaubenden Aussicht dem Meer entlang.

Schulweg in der ersten Woche

In der zweiten Woche musste ich dann in die EF Residence umziehen. Die Unterkunft, in der ich lebte, war ein Hotel, in welches sich die Schule eingemietet hatte. Es befand sich mitten in St. Julians und von dort hatte ich einen Schulweg von 5 Minuten zu Fuss, leider mit einer nicht mehr so schönen Aussicht wie zuvor.

In der Unterkunft teilte ich ein 4er Zimmer mit drei anderen Schülern. Ich habe dann eigentlich meine ganze Freizeit mit meinen Mitbewohnern verbracht und wir haben uns sehr gut angefreundet. Mit ihnen habe ich auch heute noch Kontakt.

3.Freizeit

Malta ist eine sehr kleine Insel. Dennoch gibt es einiges zu erleben und zu sehen.

Malta überzeugt mit wunderschönen Stränden, welche ich besucht habe. Es gibt fast keinen Strand, an dem ich mehr als einmal war, weil es so viele verschiedene gibt. Einer meiner Favoriten war die bekannte Blue Lagoon. Auch wenn sie sehr überlaufen ist, ist das Wasser extrem schön und es ist einfach nur ein sensationeller Anblick. Einer meiner anderen Favoriten war der Riviera Beach, da man diesen einfacher erreichen kann und auch traumhaft schön ist. Zur Blue Lagoon musste man mit dem Boot fahren und zum Riviera Beach hatte man nur 40 Minuten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln – vorausgesetzt, der Bus kam, denn die ÖV in Malta sind ziemlich unzuverlässig.


Ich habe auch einige Städte besucht. Ich war beispielsweise in Mdina, auch Silent City genannt. Das ist ein kleines, historisches Städtchen. Dort wurden auch viele Szenen von Game of Thrones gedreht.

Zudem war ich in Valletta, die Hauptstadt von Malta. Dort war ich einige Male essen und habe auch einmal das traditionelle Kanonenschiessen angeschaut.


Ein Highlight in der Freizeit war der Schnupper-Tauchkurs, an dem ich teilnehmen konnte. Die Schule hat viele Freizeitaktivitäten angeboten, unter anderem auch einen Tauchkurs. Ich habe dies zum ersten Mal gemacht und es war eine faszinierende Erfahrung.

Malta ist auch sehr bekannt für das pulsierende Nachtleben. Es gibt ein sehr grosses Angebot an Bars, Discotheken und Partys. Besonders bekannt ist Paceville, ein Stadtviertel von St. Julians, das nur wenige Gehminuten von meiner Unterkunft entfernt war. Es gibt aber über die ganze Insel verteilt viele Möglichekeiten, wenn man nach guten Partys sucht. Besonders gefallen hat mir dabei eine Bootparty, bei welcher man entlang der Küste von Malta fährt und ausgelassen feiern kann. Im Gianpula Village gab es jedes Wochenende riesige OpenAir-Partys, welche auch sehr toll waren.

4.Schlussfolgerung

Mein Sprachaufenthalt in Malta war eine der besten Erfahrungen, die ich je machen durfte. Ich bin das erste Mal allein verreist und konnte sehr viele neue Kontakte knüpfen. Ich habe grossartige Leute kennengelernt, mit welchen ich immer noch Kontakt habe. Ich konnte meine Englischkenntnisse weiter verbessern, allerdings nicht unbedingt in der Schule, sondern mehr in der Freizeit. Wenn man gezwungen ist, mehrere Wochen am Stück nur Englisch zu sprechen, lernt man sehr viel schneller und einfacher. Ich konnte besonders meine Aussprache und das Führen von Gesprächen verbessern.


Flavio Nadler

Lernender Applikationsentwicklung


Der Sprachaufenthalt war für meinen Alltag sehr hilfreich. Englisch ist in der Berufswelt, besonders in der Informatik, essenziell und deshalb bin ich über diese grossartige Möglichkeit, die mir gegeben wurde, sehr dankbar. Ich konnte viel dazu lernen und grossartige Erfahrungen machen.